Tierphysiotherapie
Bettina Willhöft
Der Weise heilt, bevor etwas krank wird
Tierphysiotherapie
Bettina Willhöft
Biomechanische Muskelstimulation:

Im Bereich der Humanphysiotherapie ist die BMS seit längerem bekannt und findet dort auch sehr erfolgreich Anwendung. Im Rahmen meines Studiums habe ich einige Pferde und Hunde mit den unterschiedlichsten Krankheitsbildern mit einem BMS Gerät aus dem Humanbereich behandelt.

Die Behandlungsergebnisse sind derart überzeugend gewesen, so dass ich zu diesem Thema eine umfangreiche Facharbeit geschrieben habe.
Zusammen mit der Herstellerfirma DKI Medizintechnik Dresden wurde dann mit den gesammelten Erfahrungswerten ein spezielles Gerät für den tiertherapeutischen Bereich entwickelt.

Dass die muskeleigene Vibration für die Durchblutung der Kapillargefäße eine wichtige Rolle spielt, gehört schon seit Jahren zu den medizinischen Erkenntnissen.
Ein entscheidender Vorteil dieser Therapiemethode ist zudem, dass das Herz bei dieser Behandlung absolut unbelastet bleibt. Die Stimulation bewirkt die Eigendurchblutung des Muskels.
Auf diese Weise werden der Muskel und damit auch die Nerven mit "Nahrung" versorgt.

Die BMS-Methode wird heute in den verschiedensten Bereichen der Medizin erfolgreich eingesetzt. Kontrakturen, Durchblutungsstörungen, Stoffwechselerkrankungen, Augenleiden (Sehstörungen) und Lähmungen, um nur einige zu nennen, werden mit der BMS ebenso erfolgreich behandelt, wie Verbrennungen und Narben.

Bei der BMS handelt es sich um eine Methode, bei der keine Reizstrombehandlung stattfindet und keine chemischen Substanzen verwendet werden. Sie beruht auf der Übertragung mechanischer Vibrationen mit bestimmter Schwingungsweite und Frequenz auf das neuromuskuläre System.

Die Einwirkung erfolgt grundsätzlich auf angespannte oder gedehnte Muskulatur. Die von den Geräten erzeugte Vibration wird im Längsverlauf der Muskulatur angewendet.

Wann und wo findet BMS Anwendung

Allgemein:

- zur Prophylaxe, um Problemen des Muskel- und Sehnenapparates vorzubeugen
- nach Operationen zur Unterstützung des tierärztlichen Rehabilitationsplanes
- zur Optimierung der Regenerationsphasen während des Trainings und Turniers
- zur medikamentfreien Behandlung

Pferd:

bei reiterlichen Problemen:

- Widersetzlichkeiten gegenüber Reithilfen
- Taktfehler
- Leistungsabbau
- Head Shaking
- Probleme in den Gangarten
- langen Lösungsphasen, Steifheit

bei gesundheitlichen Problemen:

- Muskelatrophie ( Muskelschwund )
- Rücken - und Nackenproblemen (Wurzelreizsyndrom, druckempfindlicher Rücken )
- Narbengeweben
- unspezifischen Lahmheiten
- Sehnen- und Bänderverletzungen
- Muskelverhärtungen
- unphysiologische Schweif- und Kopfhaltung
- Augentrübung nach Verletzungen
- Ataxie
- Gelenkblockaden
- Degenerative Gelenkerkrankungen wie Arthrose

Hund:

- bei gesundheitlichen Problemen u. zur Vorbeugung

- Schmerzen
- neurologischen Problemen
- Blockaden
- unklares Gangbild
- Verspannungen
- Leistungsabfall
- Lähmungserscheinungen
- Cauda Equina Syndrom
- HD
- Degenerative Gelenkerkrankungen wie Arthrose
- Bandscheibenvorfälle
- Rehabilitation nach Operationen, Verletzungen, Krankheiten
- Leistungsoptimierung, Trainingbegleitung (Sporthunde, Diensthunde, Hunde im Rennsport, etc.)